Digitale Agenda

Digitale Agenda

Wachstumsmotor IT-Start-ups

Innovationen der Start-up-Szene schneller am Markt umsetzen – hierfür will die Digitale Agenda der Bundesregierung die Rahmenbedingungen verbessern. Dazu wird das bereits bestehende Förderangebot weiterentwickelt.

Die Geschäftsführer der stagelink GmbH, Berlin, Nikolas Schriefer und Michael Schütz, Berlin 2014Unternehmer, Crowdfunding, Wirtschaft, startup, Musik, Computer, Laptop, Deutschland aktuell 4/2014, MR vorhanden Start-up-Unternehmen Stagelink in Berlin Foto: Burkhard Peter

Ob der High-Tech Gründerfonds, das Förderprogramm EXIST oder der "Gründerwettbewerb - IKT innovativ": Dank eines breiten Angebots an praktischen Fördermaßnahmen ist in Deutschland eine dynamische Start-up-Szene mit internationaler Ausstrahlungskraft entstanden.

Ein Förderschwerpunkt, drei Initiativen

Im Mittelpunkt des Förderschwerpunkts "Mittelstand-Digital" steht der intelligente Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in mittelständischen Industrie-, Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben. "Mittelstand-Digital" setzt sich aus drei Initiativen zusammen:

  • "eKompetenz-Netzwerk": Regionale Anlaufstellen bieten bundesweit praktische Informationen für das eBusiness von mittelständischen Unternehmen und Handwerk.
  • "Usability für den Mittelstand": Die Initiative entwickelt geeignete Hilfestellungen für kleine und mittlere Unternehmen, um Qualität und Gebrauchstauglichkeit der eingesetzten Software zu verbessern.
  • "eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren" zielt auf einen automatisierten Austausch von Daten zwischen Unternehmen und öffentlicher Verwaltung.

Wettbewerb für Unternehmensgründer

Mit dem "Gründerwettbewerb - IKT Innovativ" unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium Gründerinnen und Gründer bei der Umsetzung ihrer innovativen Ideen. Jährlich finden zwei Wettbewerbsrunden statt. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Zahl der Unternehmensgründungen im IKT-Bereich weiter zu steigern.

Finanzierungshilfen und Fördermittel

Um den Erfolg junger Unternehmen und Start-ups sicherzustellen, bedarf es einer soliden Finanzierung. Hierzu bietet die Bundesregierung Unterstützung. Als Finanzierungshilfen stehen folgende Programme zur Verfügung:

INVEST - Zuschuss für Wagniskapital: Das Programm unterstützt junge innovative Unternehmen bei der Suche nach einem Kapitalgeber. Gefördert werden private Investoren, die Geschäftsanteile an solchen Unternehmen erwerben.

Existenzgründungen aus der Wissenschaft (EXIST): Die Bundesregierung fördert mit dem Programm seit 1998 Maßnahmen zur Stärkung des Unternehmergeistes an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Seit Beginn des Programms wurden mehr als 1.700 Start-ups gefördert.

High-Tech Gründerfonds: Der High-Tech Gründerfonds investiert Beteiligungskapital in neu gegründete Technologieunternehmen, deren Kern ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ist. Ziel der Förderung ist die Schließung bestehender Finanzierungslücken.

German Silicon Valley Accelerator: Mit dem German Silicon Valley Accelerator erhalten Start-ups aus Deutschland Zugang zum weltweit größten Venture-Capital-Markt. Sie können mit Kunden und Wissensträgern im Valley Kontakt aufnehmen und ihre Geschäftsplanung verbessern.

ERP-Startfonds: Die KfW-Bankengruppe beteiligt sich im Rahmen der ERP-Förderprogramme an jungen, innovativen Technologieunternehmen. Antragsberechtigt sind kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebssitz in Deutschland.

Deutschland hat jetzt die Chance, in die Spitzengruppe einer globalen digitalen Wirtschaft vorzustoßen - etwa durch das Zusammenbringen von etablierten Unternehmen mit jungen innovativen Unternehmen. So könnte die Zahl der Gründungen von heute rund 10.000 kontinuierlich auf 15.000 im Jahr steigen.

Freitag, 29. August 2014

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