Digitale Agenda

Digitale Verwaltung 2020

Staatliche Dienstleistungen - schnell und sicher

Die Bundesregierung führt mit dem Programm "Digitale Verwaltung 2020" verbindliche Standards zur flächendeckenden Digitalisierung der Verwaltung ein. Das Bundeskabinett hat dieses Programm und die Umsetzung der Open-Data-Charta jetzt beschlossen.

Hände auf der Tastatur eines Computers "Digitale Verwaltung 2020": Anfragen bei Behörden ganz einfach von zu Hause aus erledigen Foto: REGIERUNGonline/Stutterheim

Das Regierungsprogramm "Digitale Verwaltung 2020" bringt die Umsetzung des E-Government-Gesetzes in der Bundesverwaltung mit konkreten Projekten auf den Weg. E-Government schafft die Voraussetzungen für zeit- und ortsunabhängige Verwaltungsdienste.

Flächendeckende Digitalisierung

Auf gut 100 Seiten listet das Programm "Digitale Verwaltung 2020" eine Vielzahl von Projekten auf. Damit greift es Forderungen des Koalitionsvertrages nach verbindlichen Standards zur flächendeckenden Digitalisierung der Verwaltung auf.

So plant die Bundesverwaltung, ihre Beschaffungen künftig durchgängig elektronisch abzuwickeln. Der elektronische Beschaffungsprozess von der Ausschreibung bis zur Rechnungsstellung reduziert Bürokratiekosten auf Seiten der Unternehmen und der Verwaltung.

Ziel des Programms ist es außerdem, für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen klassische Behördengänge entbehrlich zu machen und einfache, schnelle und sichere staatliche Dienstleistungen anzubieten.

Die Digitale Verwaltung 2020 und die Open-Data-Charta sind Bausteine der Digitalen Agenda. Sie sind ein Beitrag zur Umsetzung des Handlungsfeldes "Innovativer Staat" der Agenda. Das Bundeskabinett hat das Regierungsprogramm "Digitale Verwaltung 2020" und den Aktionsplan zur Umsetzung der Open-Data-Charta der G8 beschlossen.

Auch der Aktionsplan zur Umsetzung der Open-Data-Charta der G8 ist Teil des Regierungsprogramms "Digitale Verwaltung 2020". Die Open-Data-Charta ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu mehr Transparenz im Regierungs- und Verwaltungshandeln. Ziel ist der offene Zugang zu Verwaltungsdaten.

Die Bandbreite dieser Daten ist groß. Sie reicht von der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik über Entwicklungshilfedaten bis hin zu Sozialbudgets. Auch die Daten der Deutschen Digitalen Bibliothek und der Inhalt des gesamten Datenportals des Bundesforschungsministeriums gehören dazu.

Digitaler Wandel

Der digitale Wandel ist ein ressortübergreifendes und gesellschaftspolitisch bedeutendes Thema. Er bietet die Chance, Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern. Bedeutend dabei ist die Information und Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger. Die Umsetzung der Digitalen Agenda ist in diesem Sinn ein offener Prozess, der alle gesellschaftlich relevanten Gruppen einschließt.

Open-Data als Standard
Die G8-Staaten haben auf ihrem Gipfel 2013 in Lough Erne eine Open-Data-Charta beschlossen. Damit bekennen sie sich zu einer breiten Veröffentlichung von Verwaltungsdaten und zur Open-Data als Standard. Zudem haben sich die beteiligten Staaten verpflichtet, nationale Aktionspläne zur Umsetzung der Open-Data-Charta zu erarbeiten.

Mittwoch, 17. September 2014