Digitale Agenda

Geförderte Technologieprogramme

Smarte neue Welt

Digitale Technologien bieten viele Vorteile - ob im Alltag, in der Produktion oder im Gesundheitswesen. Das zeigen die Förderprojekte der Programme "Smart Data" und "Smart Service Welt", mit denen die Bundesregierung die Entwicklung digitaler Innovationen in Deutschland unterstützt.

Tablet-PC neben dem Lenker eines Traktors Landmaschinen, die über GPS miteinander kommunizieren können, erleichtern die Bestellung der Felder. Foto: Burkhard Peter

Von intelligenten Diensten in der Landwirtschaft über die Verknüpfung von Daten aus OP-Instrumenten bis hin zur vorausschauenden Wartung von Maschinen: Damit so erfolgreiche Lösungen künftig noch schneller in die Breite getragen werden, hat das Bundeswirtschaftsministerium am 20. und 21. November zum Symposium "Digitale Zukunft konkret" in Berlin eingeladen.

Lösungen in die Breite tragen

Auf dem Symposium haben Anwender und Entwickler digitaler Technologien Gelegenheit, sich mit Vertretern der Programme "Smart Data" sowie "Smart Service Welt" auszutauschen. "So unterstützen wir die Verbreitung digitaler Innovationen in Deutschland und verhelfen unseren Förderprogrammen zu noch mehr nachhaltigem Erfolg", erklärte Staatssekretär Matthias Machnig.

Ziel der Programme ist es, Zukunftsthemen der Informations- und Kommunikationstechnologien frühzeitig aufzugreifen und den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen hin zu marktorientierten Spitzentechnologien zu beschleunigen. "Projektergebnisse, die sich in einer Branche schon in der Praxis bewährt haben, sollen leichter auch in anderen Branchen Fuß fassen", so Machnig.

Smart Data: Die von Milliarden Geräten, Maschinen und Systemen generierten Daten - Big Data - können mit Hilfe intelligenter Software analysiert, verknüpft und interpretiert werden. Die auf diese Weise verarbeiteten Daten werden als Smart Data bezeichnet und sind ihrerseits die Grundlage für die Entwicklung von Smart Services.

Programm "Smart Data - Innovationen aus Daten"

Mit dem Technologieprogramm "Smart Data" unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium 16 Projekte, die innovative und breit nutzbare Technologien rund um Big Data entwickeln. Davon sollen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen profitieren.

Für "Smart Data" stellt das Ministerium 30 Millionen Euro zur Verfügung. Die beteiligten Unternehmen und Organisationen bringen weitere 25 Millionen Euro auf. Damit verfügt das Programm über ein Gesamtvolumen von etwa 55 Millionen Euro.

Das Technologieprogramm "Smart Data" ist Teil der neuen Hightech-Strategie und der Digitalen Agenda der Bundesregierung. Der Schwerpunkt des Technologieprogramms liegt auf den Anwendungsbereichen Industrie, Mobilität, Energie und Gesundheit.

Programme "Smart Service Welt I und II"

Smart Services: Intelligente Dienstleistungen sind zum Teil schon heute Realität - beispielsweise beim Tracking von Paketen oder auf unseren Smartphones, um ein nahegelegenes Auto über eine Car-Sharing-App zu buchen. Angesichts der vielfältigen Möglichkeiten der Datenerhebung ist der Anwendungsbereich jedoch weitaus breiter.

Ziel der Programme "Smart Service Welt I und II" ist es, neue intelligente Dienste in unterschiedlichsten Lebens- und Wirtschaftsbereichen zu etablieren. Beide Förderprogramme werden mit je bis zu 50 Millionen Euro gefördert und haben folgende Schwerpunkte:

"Smart Service Welt I" - Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft: "Smart Service Welt I" ist am 1. November 2014 gestartet. Es unterstützt ausgewählte Projekte, die aus aus der Kombination intelligenter aufbereiteter Daten neue IKT-gestützte Dienste schaffen - sogenannte Smart Services.

Das Förderprogramm beinhaltet 20 Verbundprojekte in den Bereichen:

  • Produktion (Anlagenoptimierung, Visualisierungsdienste und ähnliche)
  • Mobilität (App-Integration in Fahrzeugen, Datenerhebung über Fahrzeuge und ähnliche)
  • Gutes Leben (Wassermanagement, Patienten-Arzt-Kommunikation und ähnliche)
  • Querschnitttechnologien (Kombination und Vernetzung von Smart Services und ähnliche)

"Smart Service Welt II" - neue Anwendungsbereiche für digitale Dienste und Plattformen: "Smart Service Welt II" ist am 4. November 2016 gestartet und soll Anwendungsfelder erschließen, die bislang unterrepräsentiert sind. Gesucht werden auch Projekte, deren Schwerpunkt auf der Digitalisierung in ländlichen und kleinstädtischen Kommunen liegt.

Das Programm adressiert die Anwendungsfelder:

  • Beschäftigung (Beschäftigungssicherung, Eindämmung des Fachkräftemangels und ähnliche),
  • Mobilität (neue Logistik-Lösungen, Dienste zur multimodalen ÖPNV-Nutzung und ähnliche),
  • Wohnen (Assistenz im Alter, Erhöhung von Gebäudesicherheit und Komfort und ähnliche),
  • Grundversorgung (Energieversorgung, medizinische Grundversorgung und ähnliche).

Die Förderprogramme der "Smart Service Welt" sind Teil der Hightech-Strategie, der Digitalen Agenda und der "Digitalen Strategie 2025" des Bundeswirtschaftsministeriums. Die "Smart Service Welt II" ist zudem Teil des "Aktionsprogramms Digitalisierung".

Dienstag, 21. November 2017