Digitale Agenda

Hypermotion 2017

Logistik und Mobilität von morgen

Wie sieht die Zukunft von Logistik und Mobilität aus - auf der Schiene, der Straße, in der Luft oder auf dem Wasser? Dieser Frage hat sich die Messe Hypermotion 2017 in Frankfurt am Main gestellt. Schirmherren der neuen Fachmesse sind das Bundeswirtschaftsministerium und das Land Hessen.

Ein Güterlastzug fährt nach Norden. Damit beim Transport keine Verzögerungen auftreten, braucht Deutschland leistungsfähige Güterverkehrsnetze. Foto: DB Systel GmbH / Klee

In einem sind sich Aussteller und Experten aus den unterschiedlichsten Branchen auf der Hypermotion einig: Die Zukunft liegt in vernetzten, integrierten und multimodalen Systemen – und zwar verkehrsträgerübergreifend. Nur wenn diese Herausforderung gelingt, bleibt der Infrastrukturstandort Deutschland wettbewerbsfähig.

Die Hypermotion ist eine Fachmesse mit begleitendem Konferenzprogramm zur digitalen Transformation von Mobilität und Logistik. Sie versteht sich als eigenständige nationale Plattform für Vernetzung, Information und Diskussion und findet vom 20. bis 22. November 2017 in Frankfurt am Main statt.

Logistikstandort Deutschland stärken

Mit einem Umsatz von rund 258 Milliarden Euro (2016) ist die Güterverkehrslogistik Deutschlands drittgrößter Wirtschaftszweig - nach der Automobilindustrie und dem Handel. Über die Straßen, Schienen und Wasserstraßen des Landes werden jährlich 4,3 Milliarden Tonnen Waren bewegt. Rund 2,8 Millionen Menschen sollen in der Branche beschäftigt sein.

Deutschland ist einer der führenden Logistikstandorte weltweit: Damit das auch in Zukunft so bleibt, arbeitet die Bundesregierung daran, die Transportkette von Waren zu optimieren und intelligenter, effizienter sowie sicherer zu gestalten: Straße, Schiene, Wasser und Luft sollen in Zukunft noch besser miteinander verknüpft und aufeinander abgestimmt werden.

Investieren, modernisieren, digitalisieren

Ob Lebensmittel für den Supermarkt oder Bauteile für die Automobilproduktion: Damit beim Transport keine Verzögerungen auftreten, braucht Deutschland leistungsfähige Güterverkehrsnetze und Logistiksysteme. Um diese zu erhalten und auszubauen, hat das Bundesverkehrsministerium den Aktionsplan Güterverkehr und Logistik weiterentwickelt.

Der Aktionsplan stellt Ziele und Maßnahmen vor, die die Transport- und Logistikwirtschaft dabei unterstützen, ihre umfassenden Aufgaben zu erfüllen:

  • den Logistikstandort Deutschland stärken,
  • eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur erhalten, modernisieren und erweitern,
  • eine bessere Vernetzung aller Verkehrsträger erreichen,
  • einen umweltfreundlichen und energieeffizienten Gütertransport fördern sowie
  • die Nachwuchssicherung und gute Arbeitsbedingungen unterstützen.

Güterverkehr und Logistik: Unter dem Begriff werden alle Maßnahmen verstanden, die notwendig sind, um Güter bedarfsgerecht am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen, das heißt: in der richtigen Menge, im richtigen Zustand, zum richtigen Zeitpunkt, mit den richtigen Informationen und zu minimalen Kosten.

Digitalisierung der Güterverkehrslogistik

Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des Logistikstandorts Deutschland ist, wie schnell und wie gut die Prozesse im Güterverkehr und in der Logistik digital gesteuert werden können. Die flächendeckende Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsnetzen von mindestens 50 Megabit pro Sekunde will die Bundesregierung bis zum Jahr 2018 erreichen.

Vom zunehmenden Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien sollen auch verstärkt Logistikunternehmen profitieren. So können in Zukunft zum Beispiel Geräte zur mobilen Datenerfassung Informationen zu Lagerbeständen und Lagerorte übertragen – und zwar über Funknetze, die mit den IT-Systemen der Unternehmen in Verbindung stehen.

Die Bundesregierung fördert mit zahlreichen Programmen Maßnahmen, die für Güterverkehr und Logistik wichtig sind. Damit trägt sie zur Stärkung des Logistikstandortes, zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und zur Erfüllung internationaler Klimaschutzziele bei.

Mittwoch, 22. November 2017