Digitale Agenda

Im Wortlaut: Dobrindt

"E-Autos gehören zur Mobilität der Zukunft"

Datum 19.01.2015

Moderne Systeme spielen für Bundesverkehrsminister Dobrindt eine zentrale Rolle. Dazu gehören E-Autos ebenso wie schnelle Internetverbindungen. "Bei der Dynamik des Breitbandausbaus sind wir in Europa ganz vorne dabei", stellt er in einem Zeitunginterview fest.

Das Interview im Wortlaut:

BILD: Wie wird Autofahren der Zukunft aussehen?

Alexander Dobrindt: Wir bereiten gerade ein digitales Testfeld Autobahn vor, das auf der A 9 in Bayern entstehen wird. Langfristig ist das Ziel die komplett vernetzte Straße, die Staus reduziert und die Verkehrssicherheit erhöht.

BILD: Viele fürchten, Sie wollten damit ein allgemeines Tempolimit durch die Hintertür einführen.

Dobrindt: Ein generelles Tempolimit lehne ich ab: Die deutschen Autobahnen gehören zu den sichersten Straßen der Welt. Wichtiger sind moderne Systeme, eine intelligente Lenkung der Verkehre.

BILD: E-Autos haben Extra-Parkplätze. Warum?

Dobrindt: E-Autos gehören zur Mobilität der Zukunft dazu. Deshalb wollen wir diese Technik weiter fördern. Parkplätze und Ladestationen sind ein attraktiver Anreiz. Das entsprechende E-Auto-Gesetz wird dieses Jahr in Kraft treten. Und auch fürs Carsharing soll es Sonderparkplätze geben. Auch das werden wir dieses Jahr erlauben. Wir wollen den Trend damit unterstützen, gerade in Ballungsgebieten. Die Kommunen entscheiden aber letztlich selbst, wo diese kostenfreien Angebote sinnvoll sind - und behalten dabei Pendler und Normal-Fahrer im Blick.

BILD: Wann haben wir endlich schnelles Internet?

Dobrindt: Das Ziel der Bundesregierung steht: Bis 2018 hat ganz Deutschland schnelles Internet mit 50 Megabit pro Sekunde. Bei der Dynamik des Breitbandausbaus sind wir in Europa ganz vorne dabei.

BILD: Auch die Roaming-Gebühren sind immer noch zu hoch ...

Dobrindt: Das darf und wird nicht so bleiben. Die Roaming-Gebühren in Europa müssen abgeschafft werden. Es darf für den Verbraucher keinen Unterschied machen, ob er sich beim Nutzen digitaler Angebote über Ländergrenzen hinwegbewegt.

Das Interview führte Ralf Schuler für die BILD-Zeitung.

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