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Kabinett verabschiedet Hightech-Strategie

Deutschland soll weltweit zum Innovationsführer werden. Gute Ideen sind schnell in neuartige Produkte und Dienstleistungen umzusetzen. Das sind Ziele der neuen Hightech-Strategie, die das Bundeskabinett verabschiedet hat.

Die neue Hightech-Strategie - Innovationen für Deutschland Foto: Bundesregierung

Innovative Lösungen sind die treibende Kraft unseres Wohlstandes und unserer Lebensqualität. Sie stärken Deutschlands Position als führende Wirtschafts- und Exportnation. Und sie ermöglichen es, kreative Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden. Das gilt für eine umweltgerechte Entwicklung unserer Städte, eine auf den einzelnen Menschen zugeschnittene Medizin oder die digitale Gesellschaft.

Ressortübergreifender Ansatz

An der Strategie beteiligen sich nahezu alle Bundesministerien. So können Mittel effektiver gebündelt und Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft gegeben werden.

Die Neuausrichtung der seit 2006 gestarteten Strategie soll dazu beitragen, die Innovationspolitik des Bundes zu verstetigen. Wichtige Aspekte sind eine Evaluierung der Maßnahmen sowie eine Verzahnung mit europäischen und internationalen Aktivitäten.

Die neue Hightech-Strategie basiert auf fünf Säulen

(1) Prioritäre Zukunftsaufgaben: Sechs thematische Schwerpunkte konzentrieren sich auf Felder, die besonders starken Veränderungen unterworfen sind und wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand versprechen:

  • Digitale Wirtschaft und Gesellschaft
  • Nachhaltiges Wirtschaften und Energie
  • Innovative Arbeitswelt
  • Gesundes Leben
  • Intelligente Mobilität
  • Zivile Sicherheit.

(2) Besserer Transfer: Neue Instrumente sorgen für eine bessere regionale, nationale und internationale Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Diese sollen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit internationalen Partnern zusammenbringen und bestehende Kooperationen ausbauen. Spitzencluster, Zukunftsprojekte und vergleichbare Netzwerken werden dabei besonders berücksichtigt.

(3) Höhere Innovationsdynamik: Die Bundesregierung stärkt die deutsche Wirtschaft bei neuen Entwicklungen. Dabei unterstützt sie vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie technologieorientierte Gründerinnen und Gründer. Sie sollen zu Vorreitern des technologischen Fortschritts werden und zukünftigen Märkte bestimmen. Dazu sollen unter anderem die Programme für den innovativen Mittelstand weiter verbessert werden. Weiter gilt es, die Möglichkeiten der so genannten Schlüsseltechnologien für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Das sind beispielsweise die Mikroelektronik oder die Batterietechnologien.

(4) Verbesserter Rahmen: Das deutsche Innovationssystem soll bei der Fachkräftesicherung gestärkt werden. Neue Entwicklungen sind zu finanzieren und weitere gesellschaftliche, technische und rechtliche Voraussetzungen zu schaffen. Um dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen wird beispielsweise für Berufe in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik besonders geworben. Weiterhin soll die berufliche Bildung attraktiver und durchlässiger werden. Für ausländische Spitzenforscher soll Deutschland besonders attraktiv werden. Wenn der eigene Fachkräftenachwuchs nicht ausreicht, gilt es, ausländische Arbeitskräfte für Deutschland zu gewinnen.

(5) Stärkerer Dialog: Die Bundesregierung will die Gesellschaft stärker einbeziehen. Dabei geht es um Offenheit für neue Technologien, Bürgerbeteiligung und soziale Innovationen. Neue Formate sollen entstehen für Bürgerdialoge und Bürgerforschung. Die Forschungsförderung soll transparenter werden. Gleichzeitig sind neue Prozesse der strategischen Vorausschau zu etablieren.

Mittwoch, 3. September 2014

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