Digitale Agenda

Digitaler Zugang für ländliche Gebiete

Die verschiedenen digitalen Angebote können helfen, einen echten Nachteilsausgleich vor allem für die ländlichen Regionen zu etablieren. Regulierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen sind notwendig, um den marktwirtschaftlichen Ausbau zu unterstützen. Gleichwohl werden einzelne Regionen nicht durch den Markt erschlossen. In diesen Regionen sind weite Strecken zurückzulegen, um wenige Haushalte zu erschließen. Hier entwickeln wir Mechanismen, die die Attraktivität der Regionen erhalten und eine hochleistungsfähige Netzausstattung gewährleisten.

Dazu gehören effiziente Fördermaßnahmen, die bei technologieoffenen Ausschreibungen den bestehenden Beihilferahmen nutzen. In einem Bereich stehen schon seit 2008 im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) Bundesmittel für die Breitbandförderung in ländlichen Räumen zur Verfügung. Die GAK-Förderung hat mit dazu beigetragen, weiße Flecken bei der Breitbandversorgung zu beseitigen. Nach derzeitiger Planung soll sie auch in den nächsten Jahren mithelfen, in bisher unterversorgten ländlichen Gebieten höhere Bandbreiten bereitzustellen. Zusätzlich wollen wir ein Finanzierungsinstrument "Premiumförderung Netzausbau" entwickeln, um über vorhandene Programme hinaus Wirtschaftlichkeitslücken ländlicher Netzausbauvorhaben zu schließen.

Mobiles Breitband hilft, den flächendeckenden Ausbau zu beschleunigen. Durch die frühzeitige Vergabe der Funkfrequenzen für den Mobilfunk im Bereich von 700 Megahertz – ein Frequenzbereich, der durch die Weiterentwicklung des terrestrischen Fernsehens (Umstellung auf DVB-T2) gerade in ländlichen Bereichen drahtlose Verbindungen ermöglicht – erreichen wir, dass sich mit dem Einsatz der Frequenzressourcen zeitnah die Gebiete in besonderen Randlagen zügig mit Hochgeschwindigkeitsnetzen versorgen lassen. Einen ambitionierten Zeitplan zur Vergabe der Frequenzen wird die Bundesregierung bis zum Herbst mit den Ländern vereinbaren. Mit dem Einsatz der Vergabeerlöse ("Digitale Dividende II") schaffen wir zusätzliche Anreize für Investitionen in den Breitbandausbau.

Kommentare

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  1. Monika 03.01.2016 18:39
    mobiler Breitbandausbau
    In unserer Gegend gibt es schon seit Jahren über Vodafone LTE. Durch die Aufteilung in Parzellen, wo nur eine bestimmte Bandbreite zur Verfügung steht , guckt man buchstäblich in die Röhre, wenn keine Kapazitäten übrig sind. Uns wurde ein Vertrag verwehrt, obwohl wir in einem unterversorgten ländlichem Gebiet leben. Die Telekom verkauft uns einen 1000er DSL - Vertrag, wo , wenn überhaupt, 384kBit von ankommen. Nutzen wir das aber nicht, dann können wir mit einem 56k- Modem ins Internet gehen. Armes reiches Deutschland!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 04.01.2016 13:31
      Ziel der Digitalen Agenda ist der flächendeckende, bundesweite Ausbau mit schnellem Internet. Die Bilanz kann sich bereits sehen lassen. Die weißen Flecken werden kontinuierlich kleiner - der Ausbau lässt sich allerdings nicht über Nacht realisieren.
  2. Patrick 29.12.2015 00:41
    Breitbandausbau?!?
    Breitbandausbau ist ein schönes Wort. Es nützt aber nichts wenn nur immer schnelle Gebiete immer schneller werden! Wo bleibt hier das Grundrecht wie es einmal war als das noch alles Staatlich war? Ich wohne in einer Gemeinde im Hochschwarzwald in einem Ortsteil von Grafenhausen wo unter anderem sogar eine Baufirma angesiedelt ist. Selbst diese Firma ist es nicht möglich die Telecom davon zu überzeugen einen neuen Zugangspunkt oder Besser noch einen Glasfaser-Zugangspunkt zu setzen, obwohl es bitter nötig wäre da nach starken Regenfällen auch immer wieder die Telefone ausfallen. Wo bleibt hier die Gerechtigkeit wenn ich nicht einmal die kleinste Bandbreite der Telekom garantiert bekommen? Mit dem Handynetz genau das selbe... Ich kann mit dem Handy draußen bei gutem Wetter wenn es gut geht eine SMS empfangen, drinnen ist tote Hose und telefonieren oder Internet ist nur Wunschdenken, aber bezahlen dürfen wir ja selbstverständlich voll. Was gedenkt Ihr dagegen zu tun? Kann es sein, dass Ihr da völlig handlungsunfähig seid? Es sieht ganz so aus... Freundliche Grüße Patrick
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 04.01.2016 13:29
      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir können Ihren Unmut über die Breitband-Versorgung verstehen. Allerdings können wir an dieser Stelle nur auf die u.a. Antwort verweisen: Ziel ist und bleibt, eine Breitbandversorgung flächendeckend bis 2018 zu erreichen. Wie weit der Ausbau in Ihrem Wohngebiet ist, können Sie unter www.breitbandatlas.de nachschauen.
  3. Tim Geu 28.11.2015 23:38
    Hört doch mal bitte auf solche Märchen von 50Mbit für bis 2018 zu erzählen
    stattdessen sorgt lieber dafür an WIRKLICH allen Haushalten mal eine vernünftige Grundversorgung zu schaffen. Ich wohne in einem der so oft erwähnten Ländlichen Gebiete. Breitband ist hier nur Wunschdenken. Euer Lieblingspartner, die nette Telekom ist so gnädig und lässt an die Häuser seit über 10 Jahren nur DSL light (~ 400kbit) sickern. Anbieterwechseln? Dann wird der Anschluss einfach ganz gesperrt (bzw wird einem dann vom Pferd erzählt DSL light sei an dem Anschluss niemals verfügbar gewesen ?!?). Leitungsausbau oder einen weiteren Verteilerpunkt näher ans Dorf? Wozu, wenn man doch schon jetzt die paar Anwohner auspressen kann wie Zitronen. LTE ist, mit dem Aufteilen der Kapazität, der Umweltabhängigkeit und den Tarifen ein schlechter Witz und keine Alternative, akzeptiert das mal doch endlich. Aber nein, hauptsache die Zahlen auf dem Papier stimmen, dann kann man der Bevölkerung eine Schöne neue Welt vorgaukeln. Wie die Realität aussieht ist unwichtig. (Deutschland dümpelt derzeit auf Platz 26 im Internationalen Vergleich und das schon seit Jahren. Das kann doch nicht euer Ernst sein)
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 30.11.2015 12:35
      Sehr geehrter Herr Geu, vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir können Ihren Unmut über die Breitband-Versorgung verstehen. Ziel ist und bleibt, eine Breitbandversorgung flächendeckend bis 2018 zu erreichen. Die "weißen Flecken" auf der Landkarte werden immer kleiner.

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