Digitale Agenda

Potenziale für das Gesundheitswesen erschließen

Mit dem Aufbau einer sicheren und leistungsfähigen Infrastruktur für unser Gesundheitswesen soll so schnell wie möglich die technologische Basis dafür gelegt werden, dass IKT-gestützte Anwendungen zur weiteren Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Versorgung in Stadt und Land auch praktisch zu den Menschen gebracht werden.

Durch Weiterentwicklung bestehender Rahmenbedingungen wollen wir weitere Potenziale der vertrauenswürdigen Infrastruktur erschließen und Anwendungen möglich machen, die die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, bei bestmöglicher Gesundheit auch im fortschreitendem Alter in dem ihnen vertrauten Umfeld leben zu können.

Kommentare

  1. Laura 27.12.2014 00:40
    Was soll das überhaupt heißen?
    Inwiefern verbessert sich denn die Situation einer älteren Person auf dem Lande (wie im zweiten Absatz impliziert), wenn sie eine E-Akte hat? Für mich hört sich das alles nach ziemlich sinnfreiem Blabla an. Mir scheint die hausärztliche Versorgung in diesem Fall das tatsächliche Problem zu sein. Oder auch ambulante Pflege, die bezahlbar ist. Bitte konkreter werden!
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 29.01.2015 13:45
      Natürlich ist und bleibt die hausärztliche Versorgung für die Lebensqualität der Menschen heute und in Zukunft von zentraler Bedeutung. Moderne Kommunikationssysteme können den Hausarzt nicht ersetzen – aber sie können ihn stärken und die Versorgung für seine Patienten verbessern. Wenn z.B. ein älterer Patient, den Sie ansprechen, heute mit einer Erkrankung zu seinem Hausarzt geht, und der Arzt feststellt, dass ein fachärztliches Urteil notwendig ist, kann der Hausarzt heute zum Facharzt überweisen. Der Patient muss sich dann auf den Weg zur Facharztpraxis machen, die sich oft weit entfernt in der nächsten Großstadt befindet. Zukünftig sollen über eine flächendeckende und sichere Telematikinfrastruktur insbesondere auch für strukturschwächere Gebiete neue Möglichkeiten geschaffen werden. Der Hausarzt z.B. soll die Möglichkeit erhalten, bei entsprechenden Indikationen seinem Facharztkollegen relevante Informationen (z.B. Laborbefunde) elektronisch zu übermitteln, und er soll sich mit ihm über das bestmögliche Vorgehen im Interesse des Patienten abstimmen können, ohne dass er seinen Patienten immer zumuten muss, lange und beschwerliche Wege in die nächste Großstadt antreten zu müssen.
  2. Margit Dankerl 23.10.2014 07:09
    Mehr Struktur und Standardisierung
    In der Krankenhauslandschaft gibt es eine Vielzahl von IT-Lösungen verschiedenster Firmen. Die stete Problematik ist, dass die Verbindung dieser vorhandenen Systeme unter einander nicht klappt. Schnittstellen müssen "gebastelt" werden, da sonst Daten nicht weiter verwendet werden können. Doppeleingaben in zwei Systeme oder gar mehr sind an der Tagesordnung. Die Bundesregierung könnte hier durch strategische Maßnahmen Strukturen schaffen, in diesem Fall vorgeben, sodass die Ressourcen sinnvoll für den Patienten verwendet werden können und nicht um die EDV-Systeme zu bedienen. Ein Medienbruch sollte derzeit nicht mehr nötig sein. Klare Vorgaben können auch unter wirtschaftlichen Aspekten und unter Berücksichtigung des Marktes erfolgen. Denn im Gesundheitswesen kann man nicht nur auf die Gesetze des Marktes Rücksicht nehmen. Hier geht es um die Versorgung des Patienten im Gesamtkontext Gesundheit, mit allen Facetten.
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 23.12.2014 11:42
      Standardisierung war auch Thema der AG 8 beim IT-Gipfel
      Fehlende oder ungenügende Standardisierung ist ein generelles Problem. Die Plattform "Digitale Netze und Mobilität" nimmt sich dieses Themas an.