Digitale Agenda

Junge digitale Wirtschaft unterstützen

Deutschland hat jetzt die Chance, etwa durch das Zusammenbringen von etablierten Unternehmen mit jungen innovativen Unternehmen und eine zukunftsweisende Innovations- und Wachstumspolitik in die Spitzengruppe einer globalen digitalen Wirtschaft vorzustoßen und die Zahl der Gründungen von heute ca. 10.000 jährlich kontinuierlich auf ca. 15.000 jährlich zu steigern.

Wir bauen dazu den Dialog mit dem Beirat „Junge Digitale Wirtschaft“ aus und unterstützen junge innovative Unternehmen und Startups durch:

  • die Stärkung des Gründergeists in Deutschland durch die Weiterentwicklung der Informations- und Beratungsangebote für Gründerinnen und Gründer, mit besonderem Fokus auf IT-Startups;
  • die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen für Startups durch international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Wagniskapital und Crowd-Investments;
  • die Unterstützung beim "Matching" der etablierten Industrie mit Startups;
  • die gezielte Unterstützung von Gründerinnen;
  • die Vernetzung deutscher Startups mit anderen internationalen Gründer-Hubs.

Kommentare

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  1. Kathrin 26.03.2015 15:34
    Unterstützung doch nur in bestimmten Segmenten
    In Deutschland bekommt man als Gründer doch nur Zuschüsse und Unterstützung, wenn man irgendeine Technologie, Software o. ä. entwickelt. Aber wenn man z. B. eine Agentur gründet oder ein Dienstleistungsunternehmen, hört es mit der Unterstützung durch die Regierung schon auf. Ich frage mich warum? Warum werden solche Gründer nicht unterstützt? Wir brauchen genauso Geld und Förderung wie Andere. Ich sehe es auch so, Deutschland ist alles andere als gründerfreundlich. Und die Start-ups in Berlin haben immer irgendwelche Business Angels (Investoren) an die man als Gründer gleich alle Rechte an dem eigens gegründeten Unternehmen oder der Idee abtreten muss. Es ist auch eh immer die gleiche Art von Start-up, wie Jana hierüber auch schon in ihrem Kommentar geschrieben hat. Gründerfreundlich wäre dieses Land, wenn die Gründer auch gleich behandelt werden und auch jeder Gründer einen Anspruch auf Förderung hat. Dem ist leider nicht so, gefördert wird das, was der Regierung gerade nutzt.
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 27.03.2015 11:22
      In Deutschland besteht eine umfassende branchenunabhängige Unterstützung für Existenzgründungen für alle gewerblichen und freiberuflichen Vorhaben. Aus den ERP-Förderprogrammen des Bundes wurden in 2014 insgesamt 2,7 Mrd. an Krediten dafür bereitgestellt. Die finanzielle Unterstützung wird durch umfangreiche Beratungsleistungen und Hilfestellungen von Kammern, Verbänden und dem Kreditgewerbe ergänzt. Auch Gründungen im Dienstleistungsbereich werden unterstützt – sie sind jedoch durch geringe Investitionen in Anlagevermögen und dafür einen höheren Kapitalbedarf für Umlaufvermögen zur Überbrückung der Anlaufphase geprägt. Hierfür fehlt es dann häufig an notwendigen Sicherheiten für eine Kreditfinanzierung. Hier bietet sich eine Finanzierung z.B. über den ERP-Gründerkredit Startgeld an, mit dem bis zu 30.000 Euro für die Liquiditätsfinanzierung beantragt werden können, die mit einer 80%igen Haftungsfreistellung gewährt werden. Weitere Informationen erhalten Sie über das Existenzgründungsportal des Bundeswirtschaftsministeriums unter http://www.existenzgruender.de .
    2. Kathrin 27.03.2015 12:33
      An die Redaktion
      Als Gründer einer Agentur oder ähnlichen Firma reichen keine 30.000 Euro. Allein für eine GmbH-Gründung benötigt man 25.000 Euro. Sicher kann man auch eine GbR o. ä. gründen, es gibt steuerliche Unterschiede und hängt auch vom Bedarf ab. Gerade bei Internetfirmen kommen auch unterschiedliche Tools zum Einsatz, die man benötigt, um Unternehmen vernünftig betreuen zu können. Allein diese Tools verschlingen schon in der ersten Zeit tausende Euro. Hinzu kommen Büromiete, Equipment, Mitarbeitergehälter, Sozialversicherungsleistungen etc. Da reichen 30.000 gerade mal für den ersten Monat! Man benötigt hier mind. 60.000, um das erste halbe oder das erste Jahr halbwegs zu überstehen. Das erste Jahr ist das wichtigste. Es gibt brachenunabhngige Unterstützung, ja. Aber die Beträge sind lachhaft, wenn man sieht, was Start-ups bekommen, die eine App entwickeln, die keiner wirklich braucht oder ähnliche Spielereien. Aber ein Dienstleistungsunternehmen, das von Beginn an Service leistet, wird nicht unterstützt oder die Unterstützung ist absolut unpassend. Es ist in Deutschland einfach so, wer kein Technologieunternehmen und Rücklagen hat, wird nicht unterstützt. Man bleibt auf sich allein gestellt. Zu gründen und etwas eigenes aufzubauen ist etwas wirklich Tolles. Man baut ein Unternehmen auf, schafft Arbeitsplätze, bildet aus. Das klappt aber nur, wenn man ein hohes Risiko eingeht, da es an Unterstützung durch diese Regierung fehlt. Und die Banken geben auch nicht immer Kredit. Dann heißt es, das Geschäftsmodell ist nicht passend, besser wäre ein Technologieunternehmen oder wenn man etwas programmiert. Aber eine reine Dienstleistung, nein. Ich finde auch nicht, dass die Banken Kredit geben sollten. Sondern die Regierung. Und auch keinen Kredit, denn den muss man zurückzahlen. Sondern eine Förderung. Mir fehlt es in diesem Land an Gleichbehandlung, das ist hier ein ganz großes Manko. Da darf sich dieser Staat nicht wundern, wenn man sein Unternehmen in einem anderen Land anmeldet. Allein die Steuern, die man als Gründer zahlen muss, sind immens. Es würde schon helfen, wenn man im ersten Jahr von der Steuer befreit wäre. Der Steuerfreibetrag von 24.5000 ist viel zu gering und für den Rest zahlt man dann doch wieder viel.
    3. Die Redaktion Digitale Agenda 27.03.2015 18:03
      Vielen Dank für Ihren Kommentar.
  2. Maxemilian Hilbrand 16.03.2015 11:08
    Falsche Frage?
    Es gibt genügend Startups, die versuchen, gute und innovative Produkte im Markt zu etablieren. Leider wird in Deutschland entweder beim Billigsten oder beim Größten gekauft. Das trifft auch auf die Regierungseinrichtungen zu. Während die öffentlich rechtlichen Medien Gratiswerbung für das neue iPhone machen (die Erscheinung der letzten Version war ja wochenlang in den Medien), können junge Unternehmen ihre Message nicht in den Markt bringen, auch nicht mit dem Einsatz von mehreren zehntausend Euros. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Unsere Security Software wird in den USA, Kanada, in asiatischen Ländern, Südamerika, Südafrika und auch in anderen europäischen Ländern eingesetzt. Die Admins der bislang rund 3500 Installationen sind begeistert. Zu den Kunden gehören Großbanken, Konzerne, Regierungseinrichtungen in GB und den USA, und KMU. In Deutschland finden wir jedoch keinen Markt, und die Regierungseinrichtungen haben sich nicht herabgelassen, mit einem kleinen deutschen Hersteller zu sprechen, wie wir auf der Public IT Security Messe in Berlin erfahren mussten, die immerhin auch Geld gekostet hat. Aus meiner Sicht ist Deutschland alles andere als Gründerfreundlich, und gefördert werden nur halbstaatliche (Beratungs-)Einrichtungen.
  3. Johannes Ellenberg 31.08.2014 12:12
    Ein erster Schritt, jetzt geht's um die Umsetzung.
    Ein guter Aufschlag und ich bin sehr gespannt auf die Umsetzung! Hier sehe ich vor allem die Zusammenarbeit der Politik mit privatwirtschaftlichen Institutionen als kritischer Erfolgsfaktor. In Baden-Württemberg machen wir hier gerade in Bezug auf den Elevator Pitch BW sehr gute Erfahrungen in der praktischen Umsetzung dieser Zusammenarbeit und hoffen darauf aufbauen zu können. Außerdem kann und sollte Gründungsunterstützung allen voran von erfahrenen Unternehmensgründern angeboten werden. Hier stößt die heutige Beratungsinfrastruktur schnell an ihre Grenzen. Es fehlt schlichtweg an Vorbildern und echten Mentoren. Die gute Nachricht: diese sind im deutschen Mittelstand zuhauf vorhanden, aktuell jedoch nicht richtig angesprochen und eingebunden. Diese Verbindung stellt für mich den Schlüsselfaktor für den Erfolg der digitalen Wirtschaft in Deutschland dar.

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