Digitale Agenda

Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft

Unser Bildungssystem muss die Menschen noch besser auf die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt und der Wissensgesellschaft vorbereiten und ihre Medienkompetenz stärken.

  • Die Bundesregierung wird sich daher gemeinsam mit den Ländern und unter Einbindung weiterer Akteure im Bildungsbereich für den stärkeren Einsatz digitaler Medien in der Bildung und im gesamten Lebenslauf einsetzen. Der Bund wird gemeinsam mit den Ländern und weiteren Akteuren aus allen Bildungsbereichen eine Strategie "Digitales Lernen" entwickeln, die die Chancen der digitalen Medien für gute Bildung entschlossen nutzt, weiter entwickelt und umsetzt.
  • Um auf die zentralen Herausforderungen der Arbeitswelt in der Digitalisierung vorbereitet zu sein, müssen wir Qualifizierungsbedarf und Qualifizierungsform für die Bereiche Aus-, Fort- und Weiterbildung noch besser analysieren, und – wo notwendig – Maßnahmen zur Umsetzung (weiter)entwickeln.
  • Mit dem Förderprogramm "Digitale Medien in der beruflichen Bildung" stärken wir die berufliche Bildung und stoßen strukturelle Änderungen mit dem Ziel an, den Einsatz digitaler Aus- und Weiterbildungswerkzeuge in der beruflichen Bildung deutlich zu steigern. Das Hochschulforum Digitalisierung identifiziert die Chancen der Digitalisierung für die Hochschulen und erarbeitet Handlungsempfehlungen.

Kommentare

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  1. Wiese 16.03.2016 15:14
    Ausbildung und Arbeitsalltag
    Ich wiederhole meinen Kommentar zu Ausbildung und Berufsalltag der Archivare nochmals an dieser Stelle. Ausbildung und Arbeitsalltag der Archivare hinken der digitalen Agenda extrem hinterher. Hier ist dringender Handlungsbedarf geboten. An dieser Stelle geht es wesentlich weniger um die Digitalisierung bereits analog vorhandener Archivalien, als vielmehr um den Umgang mit seit Jahren entstehenden digitalen Daten, die der Nachwelt aus historischen oder auch rechtlichen Gründen langfristig erhalten werden müssen. 1. fehlt es an ausreichendem und bestens dafür ausgebildeten Nachwuchs. In ganz Deutschland werden jährlich ca. 50 Archivare in Potsdam und Marburg als Bachelor ausgebildet. Diese müssen Kenntnisse zu allen Archivtypen mitbringen (vom Mittelalterarchiv bis zum elektronischen Staatsarchiv). Eine mögliche aufbauende Ausbildung und Spezialisierung der Archivare z. B. in einem Masterstudium ist nicht vorgesehen. 2. Die Bezahlung dieser anspruchsvollen Aufgabe ist im Vergleich zur Verwaltung unterdurchschnittlich (siehe spezielle Eingruppierungen in den Entgeltordnungen). 3. Es gibt keine allgemeingültigen Regelungen und keine Handhabungen, dass wichtige digitale Daten an die Endarchive übergeben werden müssen. Die dauerhafte Überlieferungsbildung wichtiger digitaler Dokumente (Langzeitarchivierung) ist wahrscheinlich jetzt schon lückenhaft. Oft stehen den Anliegen der Archivare, nämlich die langfristige Sicherung digitaler Daten, andere gesetzliche Regelungen entgegen. Hier ist besonders das Datenschutzgesetz zu nennen, welches teilweise verhindert, dass entstandene Daten überhaupt archiviert werden können. Meist werden solche Daten noch vor der Übernahme ins Archiv kassiert. Hier gehen oft wichtige Informationen des aktuellen Zeitgeschehens verloren. 4. durch fehlende Hard- und Software ist es vielen Archivangestellten (meist gibt es ja keine ausgebildeten Fachleute in den mittleren oder kleinen Archiven) nicht ansatzweise möglich, Informationen der jetzt vorliegenden Archivalien und der zu archivierenden Dokumente auf effektive Weise zu erschließen und diese anschließend unkompliziert für wissenschaftliche oder private Nutzungen aufzubereiten. Das schließt fehlenden Speicherplatz ein. 5. einzelne wenige Projekte, in denen Dokumente digitalisiert werden, sind meist nicht repräsentativ und ebenfalls kaum darauf angelegt die digitalisierten Daten langfristig (>50 Jahre) zu erhalten. 6. Die wenigen gut ausgebildeten Archivare sind mit der derzeitigen Datenflut mehr als überfordert.
  2. Anonym 17.12.2015 15:19
    Aufklärung über den Umgang/ Unterricht in kritischem Umgang mit neuen Medien in der Schule
    wäre wünschenswert, damit man bereits so früh wie möglich lernt auch die Risiken der neuen Medien zu kennen und damit kritisch umzugehen anstatt sich unbedacht auf das zu verlassen was einem zum Beispiel an Informationen insbesondere durch das Internet vorgegeben wird.
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 18.12.2015 10:16
      Vielen Dank für Ihren Beitrag. Die Bundesregierung macht sich stark für einen kritischen Umgang mit den Neuen Medien und weist u.a. auf Datenschutz, IT-Sicherheit und Nutzung Sozialer Netzwerke hin. Hier sind aber auch andere staatliche Einrichtungen (Bildung ist Ländersache) sowie gesellschaftlicher Gruppen notwendig.
  3. Gerrit Eicker 04.05.2015 04:46
    "Bildungsoffensive"? Offensichtlich fehlt dafür die Bildung, oder?
    Gemeinsam mit den Ländern, einsetzen, Strategie … entwickeln, analysieren, weiter entwickeln und (weiter)entwickeln! – Das bedeutet also: keine konkreten Maßnahmen und keine konkreten Rahmenbedingungen. Vielleicht kommen die dann ja in der Digitalen Agenda 2018+? Oder vielleicht auch nie? Die Digitalisierung ist in Deutschland – über den Umweg, genauer den Kern der Veränderung: der Bildung – faktisch Ländersache!

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