Digitale Agenda

Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft

Unser Bildungssystem muss die Menschen noch besser auf die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt und der Wissensgesellschaft vorbereiten und ihre Medienkompetenz stärken.

  • Die Bundesregierung wird sich daher gemeinsam mit den Ländern und unter Einbindung weiterer Akteure im Bildungsbereich für den stärkeren Einsatz digitaler Medien in der Bildung und im gesamten Lebenslauf einsetzen. Der Bund wird gemeinsam mit den Ländern und weiteren Akteuren aus allen Bildungsbereichen eine Strategie "Digitales Lernen" entwickeln, die die Chancen der digitalen Medien für gute Bildung entschlossen nutzt, weiter entwickelt und umsetzt.
  • Um auf die zentralen Herausforderungen der Arbeitswelt in der Digitalisierung vorbereitet zu sein, müssen wir Qualifizierungsbedarf und Qualifizierungsform für die Bereiche Aus-, Fort- und Weiterbildung noch besser analysieren, und – wo notwendig – Maßnahmen zur Umsetzung (weiter)entwickeln.
  • Mit dem Förderprogramm "Digitale Medien in der beruflichen Bildung" stärken wir die berufliche Bildung und stoßen strukturelle Änderungen mit dem Ziel an, den Einsatz digitaler Aus- und Weiterbildungswerkzeuge in der beruflichen Bildung deutlich zu steigern. Das Hochschulforum Digitalisierung identifiziert die Chancen der Digitalisierung für die Hochschulen und erarbeitet Handlungsempfehlungen.

Kommentare

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  1. Peter Walden 08.09.2014 20:26
    "Das" Wissen ist frei verfügbar
    Es gibt reichlich Anleitungen und Software für modernes Lernen, unerschöpfliche digitale Wissensplattformen und endlos Möglichkeiten, sich mit anderen Spezialisten auszutauschen, egal in welchem Teil der Erde sie sitzen. Was wir brauchen sind Lehrer und Trainer, die den Arbeitsmarkt kennen und in den modernen Berufsbildern voraus denken. Auch brauchen 20.000 Schulen leistungsstarke Netzwerke, Server und 500.000 interaktive Tafeln, sowie 8 Mio. individuelle Tablets. 16 deutsche Kultusministerien arbeiten redundant und statt die Erkenntnisse in EINER Plattform auszutauschen, scheinen sie sich maximal zu konkurrieren und selbst zu verwalten. Schulen und Lehrer grenzen sich eher gegenseitig ab statt in Wissens-Teams zusammen zu arbeiten und genau das Beispiel geben sie an die Schüler weiter. Taylorismus seit Humboldt. Auch das Verständnis zwischen Datenschutz und Transparenz bremst heute eher den Fortschritt der Bildungsmethoden als aus den Chancen zu schöpfen. Bewertung von Schulen, Lehrern UND Schülern sind Herausforderungen für individuelle zielorientierte Lehrpläne mit Talentförderung, ohne digitale Klassenbücher geht das nicht. Es wurde schon alles geredet, jetzt müssen endlich auch in Deutschland konkrete kluge Beispiele gezeigt werden! Wo sind sie? Was waren die Ziele und die Ergebnisse? Was lernen die Schulen daraus? Quo vadis Deutschland? Die Technik steht längst bereit... z.B. www.b-f-b.net
    1. Oezgen Islamoglu 23.10.2014 00:32
      Digitales Entwicklungsland Deutschland
      Meine Schulzeit liegt nunmehr über 20 Jahre zurück. Ein Blick in die heutige Schule - in die Schule meiner Kinder erschreckt mich. Die Informationstechnik ist inhaltlich nach wie vor ein Fremdkörper im Schulwesen. Ihre Avatare in Form Computern, Whiteboards oder Tablets haben es hier und da in die Klassenräume geschafft und gaukeln uns Fortschritt vor. Pädagogen unterrichten unseren Kindern Motorik-Übungen, damit sie denken und sich bewegen, wie es ein mittlerweile überkommenes Computerbedienkonzept es erfordert. Das Microsoft Windows/Office Evangelium wird vorgetragen um Ihnen den Weg für ein hohes Maß an Konsum bahnen. Kurzum, wir opfern unsere Schreibfähigkeit und Rechtschreibung MS Word, schenken den Dreisatz an MS Excel, Reduzieren die Vielfalt des Lebens auf Google, definieren uns über Facebook, beschränken Kommunikation auf WhatsApp und alles was dann noch fehlt kann über Amazon bestellt und nach Gebrauch über ebay verkauft werden. Medienkompetenz soll Kindern vermitteln Informationstechnologie als ein demokratisierendes Momentum zu verstehen, dass Ihnen hilft ihre Kreativität auszuleben. Es soll Ihnen zu mehr Selbstbestimmung und Selbstermächtigung verhelfen. Dann und wann auch mal die kleine Flucht ermöglichen, aber bitte bewusst. In deutschen Klassenzimmern erheben wir die Avatare der Informationstechnologie zu Göttern, denen sich unsere Kinder anzupassen haben. Unsere Kinder sollten jedoch lernen sich diese dienbar zu machen. Hier müsste Pädagogik anfangen Informationstechnik zu verstehen damit Informationstechnik auch pädagogischer werden kann. Hier müsste der Staat jedoch auch Vielfalt fördern, damit mehr Angebote entstehen. Computerkurse mit Innovativen Inhalten könnten bezuschusst werden oder warum nicht ein Budget für Schulen einrichten sich Gastdozenten auf Honorarbasis in die Schulen zu holen ? Schule sollte, viel mehr muss sich mehr öffnen.

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