Digitale Agenda

Kultur und Medien

Die digitalen Technologien und die Verbreitung über das Internet haben die Schaffung und den Zugang zu Kulturgütern und medialen Inhalten sowie die Möglichkeiten der Meinungsbildung und -äußerung revolutioniert und demokratisiert. Durch die Online-Bereitstellung digitaler Inhalte und Abbilder wird die Grundlage für Kultur, Wissenschaft und Forschung wie auch gesellschaftliche Teilhabe gestärkt.

Vor diesem Hintergrund werden wir Deutschland zu einem digitalen Kulturland weiterentwickeln. Dazu gilt es, ein qualitativ hochwertiges Angebot digitaler Inhalte zu sichern. Hierzu werden wir die Rahmenbedingungen für Inhalteanbieter weiter verbessern. Ferner treiben wir die Digitalisierung von Kulturgut weiter voran und verbessern die Zugänglichkeit zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe in Archiven, Bibliotheken und Museen.

Das kollektive Wissen in unserer Gesellschaft wird zunehmend digital gespeichert. Wir können von jedem Ort zu jeder Zeit auf dieses Wissen zugreifen. Das exponentielle Wachstum der Datenbestände bietet große Chancen für unsere Wissensgesellschaft, stellt uns jedoch bei ihrer Bewahrung vor neue Herausforderungen: Auch öffentliche digitale Inhalte liegen in den unterschiedlichsten Medienformen und Formaten vor und drohen auf Grund des technischen Wandels langfristig nicht mehr lesbar zu sein und damit verloren zu gehen.

  • Wir entwickeln eine übergreifende Strategie und Aktionspläne mit geeigneten technischen Lösungen und Standards zur Digitalisierung von Kulturgütern (u.a. Kino- und Filmdigitalisierung) sowie zur langfristigen Bewahrung von Wissen, Informationen und Kulturgütern in digitaler Form und schaffen die dafür notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen.
  • Wir stellen – soweit urheberrechtlich zulässig – digitalisierte Kulturgüter und deren Metadaten offen und möglichst unentgeltlich zur Verfügung.
  • Wir bauen die "Deutsche Digitale Bibliothek" weiter auf und aus.

Die geltende Medienordnung ist noch unter den Bedingungen der analogen Welt entstanden. Wir werden diese an die Gegebenheiten des digitalen Zeitalters anpassen. Die Regelungen müssen der Konvergenz der Medien, neuen technologischen Entwicklungen und sich ändernden Nutzungsgewohnheiten Rechnung tragen. Die unterschiedliche Regulierung von Inhalten je nach Verbreitungskanal kann zu Wettbewerbsnachteilen führen.

  • Deshalb setzen wir uns für eine baldmöglichst beginnende Bund-Länder-Kommission ein, um eine kompatible Medienordnung zu schaffen und z.B. an den Schnittstellen Medienaufsicht, Telekommunikationsrecht und Wettbewerbsrecht an Digitalisierung und Konvergenz der Medien besser anzupassen.
  • Ferner setzen wir uns für eine Revision der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste ein.

Kommentare

  1. Wiese 16.03.2016 14:27
    Ausbildung und Arbeitsalltag
    Ausbildung und Arbeitsalltag der Archivare hinken der Agenda extrem hinterher. Hier muss wesentlich nachgebessert werden. Die sichere Langzeitarchivierung digitaler Informationen ist von wesentlicher Bedeutung für zukünftige Generationen. Hier müssen geeignete Fachleute in ausreichender Anzahl ausgebildet oder weitergebildet werden. Damit dies gelingen kann, benötigen wir Studienplätze in ausreichender Anzahl (auch als weiterbildendes Studium) und eine vernünftige Vergütung für dieses komplexe Arbeitsfeld.
  2. fRED 20.08.2014 12:04
    Linken
    Verlinkt doch die Sachen Bitte über die ihr schreibt.
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 20.08.2014 17:18
      Guter Vorschlag
      Das ist eine gute Idee. Wir werden das nacharbeiten.
    2. Peter Walden 08.09.2014 20:33
      Plattform "Digitale Agenda" umziehen auf Wiki z.B. mediawiki.de
      Wie man solche Wissens-Plattformen schnell und effizient belebt, hat Wikipedia zigtausendfach bewiesen. Bitte erfindet nicht alles neu!