Digitale Agenda

Mehr Schutz für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen im Netz

Wir wollen die Privatsphäre der Menschen und ihre Kommunikation im Internet besser schützen. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass jeder Einzelne in der Lage ist, sich selbst und seine Daten im Netz wirksam zu schützen.

  • Wir fördern und fordern einfache Sicherheitstechniken. Wer die Menschen mit dem Internet verbindet, der trägt auch Verantwortung dafür, dass die Nutzerinnen und Nutzer im Netz sicher agieren können. Die Wirtschaft nehmen wir stärker in die Verantwortung, vertrauenswürdige Hard- und Softwareprodukte sowie Dienste, mit denen die Nutzerinnen und Nutzer ihre Sicherheit im Netz erhöhen können, weiterzuentwickeln und anzubieten.
  • Wir stellen sichere Infrastrukturen zur Verfügung, um die eigene Identität im Netz besser zu schützen und sicher zu kommunizieren. Die Nutzung des neuen Personalausweises wird vereinfacht und seine Anwendungen werden erweitert. Wir unterstützen mehr und bessere Verschlüsselung. Wir wollen Verschlüsselungs-Standort Nr. 1 auf der Welt werden. Dazu soll die Verschlüsselung von privater Kommunikation in der Breite zum Standard werden. Die Anwendung von Sicherheitstechnologien wie De-Mail bauen wir aus.
  • Wir forschen für die Sicherheit der Anwenderinnen und Anwender und setzen die Ergebnisse in der Praxis um. Das Forschungsprogramm "Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt" wird sich mit der IT-Sicherheit neuer Technologien und dem Schutz von Daten in der Welt von morgen befassen und nutzerfreundliche Lösungen entwickeln.
  • Wir helfen den Menschen, ihr Bewusstsein für und ihre Kenntnisse über die Sicherheit im Netz zu stärken. Schutz und Sicherheit im Netz hängen entscheidend vom umsichtigen Verhalten und den Fähigkeiten der Nutzerinnen und Nutzer ab. Wir bauen die Zusammenarbeit und Unterstützung des Vereins "Deutschland sicher im Netz" (DSiN) aus.
  • Wir fördern Geschäftsmodelle, die Anonymisierungs- und Pseudonymisierungsmaßnahmen verwenden. Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre IT-Sicherheit zu verbessern. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen verfügen oft nicht über die notwendigen Ressourcen. Die sich ergänzenden Initiativen "IT-Sicherheit in der Wirtschaft" und "Allianz für Cybersicherheit" werden ausgebaut.

Kommentare

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  1. Sabine Becker 13.03.2015 18:26
    Und die Geheimdienste?
    Eine Bundesregierung, die sich mehr um die „Freundschaft“ zu den Five-Eyes-Staaten bemüht als um die sichere Kommunikation ihrer Bürger, sollte erstmal bei sich selbst anfangen. Das Internet-Magazin The Intercept wartet nahezu wöchentlich mit neuen Skandalen auf, und was macht unsere Bundesregierung? „Hachja, wir dürfen es uns doch nicht mit den USA verderben!“ – Ihre Aufgabe ist das Wohl der Menschen in Deutschland, und dazu gehört auch der Schutz davor, abgehört zu werden („Metadaten“ inklusive). Stattdessen gewinnt man eher den Eindruck, daß die deutsche Regierung eher neidisch ist auf die Mittel, die der NSA und dem GCHQ zur Verfügung stehen, und das auch gerne hätte, um jeden jederzeit überall bespitzeln zu können. Und solange DAS nicht geklärt ist und der NSA-Untersuchungsausschuß behindert wird, wo es nur geht, sind Bemerkungen wie der einleitende Satz da oben absolut unglaubwürdig. Stattdessen entsteht der Eindruck, die Bundesregierung will noch mehr mitlesen, und für Verschlüsselung möge man doch bitte einen Zweitschlüssel hinterlegen, weil der „Krieg gegen den Terrorismus“ doch soooo viel wichtiger ist. Was daraus wird, sieht man im Bereich Bankgeheimnis: Es wurde aufgeweicht, um angeblich gegen Terrorismus vorgehen zu können, stattdessen wird bei Sozialleistungs-Empfängern aufs Konto geguckt, ob sie nicht doch ein paar Euro zu viel besitzen. Also, liebe Bundesregierung: Werdet erstmal glaubwürdig, dann können wir reden. PS: In den Regeln steht das anscheinend unvermeidlich „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum!“ – Doch, ist es wohl, wenn man BND, NSA, GCHQ, GCSB usw. heißt. (Das dumme Popup, wenn man Javascript eingeschaltet hat, könnte man sich auch sparen, das zeugt nicht von Medienkompetenz.)
  2. B.P. 04.03.2015 17:25
    Die richtige Richtung wählen!
    Grundsätzlich ist die Idee für mehr Sicherheit zu sorgen gut, nur darf diese Idee nicht in die falsche Richtung gehen. Meiner Meinung nach sind z.B. keine Staatlich geführten E-Mail Dienste zwingend nötig, lieber sollte man auf die richtige Aufklärung im Bereich Internet hinarbeiten. Speziell in Schulen ist eine vollständige Aufklärung über die vor und nachteile des Internets nötig, oft wird es nämlich von den Lehrerkräften zu schnell auf die leichte Schulter genommen oder sie sind selber mit zu wenig Erfahrung im Bereicht Internet ausgestattet (Ich spräche hierbei aus eigener Erfahrung da ich selber noch ein Schüler der 8 Klasse bin).
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 05.03.2015 11:33
      Vielen Dank für den Beitrag. Für die Sicherheit seines Internets und auch der E-Mail-Kommunikation ist zunächst jeder für sich selsbt verantwortlich. Eine Aufklärung über die Gefahren und Herausforderungen sollte auf unterschiedlichsten Ebenen sichergestellt werden. Die Schule ist dabei eine Möglichkeit, die Bundesregierung - z.B. über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (www.bsi-fuer-buerger.de) - bietet ebenfalls Hilfestellungen für ein sicheres Internet. Die De-Mail ist allerdings kein staatlich geführter E-Mail-Dienst. Die Bundesregierung unterstützt die De-Mail als Möglichkeit der sicheren Kommunikation mit Behörden und Unternehmen. Die De-Mail wird aber angeboten von verschiedenen Internet- und E-Mail-Providern (Telekom, T-Systems, der Mentana-Claimsoft und der 1&1 De-Mail mit den Marken 1&1, GMX und WEB.de). Das BSI hat deren Sicherheitsstandards überprüft und die De-Mail-zulassung erteilt.
  3. T.Z. 22.01.2015 07:36
    de-mail
    Ich lese etwas von "Sicherheitstechnologien wie De-Mail". "de-Mail" wurde bereits vor langer Zeit als grundsätzlich unsicher enttarnt, sagen experten. Also nicht die "Experten" der Bundesregierung, sondern welche, die sich wirklich damit auskennen, der CCC: http://media.ccc.de/browse/congress/2013/30C3_-_5210_-_de_-_saal_g_-_201312282030_-_bullshit_made_in_germany_-_linus_neumann.html#video
    1. Die Redaktion Digitale Agenda 27.01.2015 15:57
      Sicherheit und Verschlüsselung
      Mit De-Mail wird den Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen eine Technologie angeboten, die den Schutz elektronischer Nachrichten und Dokumente vor Missbrauch im Internet verbessert und vor Hacking schützt. Hierfür sorgen die folgenden wesentlichen Sicherheitsfunktionen: - De-Mails werden auf ihrem Weg durch das Internet verschlüsselt, die Inhalte sind also z.B. vor dem Mitlesen geschützt; - die Teilnehmer sind sicher identifiziert, man weiß daher, mit wem man kommuniziert; - weil die Kommunikationspartner bekannt sind, schützt De-Mail auch vor SPAM; denn SPAM erfordert Anonymität (niemand kann längerfristig ungewollte Nachrichten verschicken); - jederzeit kann ein Nachweis über den Versand bzw. Empfang einer De-Mail erbracht werden; dies bietet den De-Mail-Nutzern Rechtssicherheit. Die Anbieter der De-Mail - die De-Mail-Provider - sind verantwortlich für die Sicherheit und sorgen für Verschlüsselung, die verlässliche Identität der Kommunikationspartner und dafür, dass nachgewiesen werden kann, dass die Unterlagen auch unverändert und fristgerecht beim Empfänger angekommen sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik prüft regelmäßig, ob die Anbieter die vorgegebenen hohen Sicherheitsstandards der De-Mail einhalten.

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